Die Zucchetti-Saison ist vorbei, ich weiss. Gottseidank.
Nach dem letztjährigen Kürbis-Flop tappte ich dieses Jahr völlig unwissend in die Zucchetti-Falle. Unbedingt wollte ich ernten. Ein paar nur, und ich wäre mehr als glücklich gewesen.
12 von 12 Samen keimten.
Dass 12 Zucchetti-Pflanzen zu viel sind, war mir klar.
Sechs Schneckenkragen waren noch übrig – also durften sechs kleine, harmlos aussehende Zucchetti-Pflänzchen in den Garten. Ich rechnete mit Verlusten und damit, dass vielleicht zwei der sechs Pflanzen ein paar Zucchettis produzieren würden.
Trotz Hitze wuchsen alle sechs. Nach einer Serie männlicher Blüten waren endlich die ersten weiblichen da. Und dann ging’s los: Die Zucchetti-Pflanzen waren nicht mehr zu stoppen! Der Kühlschrank wurde voll und voller, wir assen Zucchetti in allen Variationen, und mehrere Wochenenden fielen der nicht endenden Zucchetti-Schwemme zum Opfer. Ich musste mir sogar Hilfe zum Einkochen holen, weil ich selbst nicht mehr nachkam!
Eingekocht wurde parallel im Steamer und im Weckautomaten, bis keine Gläsli mehr übrig waren und der «Kellerladen» voll war.
Meine vier Zucchetti-Favoriten
Damit ich die Rezepte nächstes Jahr wiederfinde:
Das absolute Highlight: der Zucchetti-Relish von Marlenes Sweetthings. Ein grossartiges Rezept, das ich viermal nachgekocht habe! Die kleinen Gläsli sind auch perfekt zum Verschenken.
Mein Top-Rezept fürs Meal Prep: der Zucchetti-Salat von Vroni vom Hofladen Röll. Zweimal gemacht! Sehr fein und eine tolle Basis für eine Mahlzeit: Kohlenhydrat- und Proteinquelle dazu, fertig.
Der Klassiker: das Sweet-and-Sour-Rezept aus einer alten Landfrauenküche. Es dauert vier Tage – schmeckt dafür aber hervorragend zu Raclette. Das Rezept liegt bei mir noch auf Papier im Ordner. Wer eine ähnliche Variante online sucht, findet bei Marlene süss-saure Curry-Zucchetti.
Für den Tiefkühler: der Schoggikuchen mit Zucchetti von Marcel Paa. Aus der doppelten Menge wurden vier kleine Cakes.
Ende Saison kam der Mehltau, und nach den ersten kühleren Nächten ging die Zucchetti-Saison zu Ende. Pünktlich vor der Kürbis-Ernte.
Ob es nächstes Jahr wieder sechs Pflanzen werden, steht noch in den Sternen. Sicher ist aber, dass ich besser aufpassen werde, damit unter den Blättern keine Riesen-Keulen mehr klammheimlich heranwachsen!